VL-Sparen in ETF´s

Vermögenswirksame Leistungen mit ETFs: Welche Anbieter lohnen sich 2026 für Privatangestellte?

In Zeiten niedriger Zinsen und steigender Inflation suchen viele Arbeitnehmer nach cleveren Wegen, um ihr Geld renditestark anzulegen. Eine oft unterschätzte Möglichkeit sind vermögenswirksame Leistungen (VL) – ein Zuschuss vom Arbeitgeber, den Sie direkt in den Vermögensaufbau investieren können. Besonders attraktiv: Die Anlage in ETFs. Statt in klassische Bausparverträge oder Banksparpläne zu investieren, fließt das Geld in breit gestreute Indexfonds mit historisch hohen Renditechancen.

In diesem Artikel erklären wir, wie VL-Sparen mit ETFs funktioniert, welche Banken und Broker das anbieten (mit Fokus auf den privaten Sektor, nicht den öffentlichen Dienst), und vergleichen die wichtigsten Anbieter inklusive Vor- und Nachteilen. Stand: Dezember 2025.

Was sind vermögenswirksame Leistungen genau?

Vermögenswirksame Leistungen sind ein freiwilliger oder tarifvertraglicher Zuschuss des Arbeitgebers zum Sparen der Mitarbeiter. Im privaten Sektor beträgt er oft bis zu 40 Euro pro Monat (480 Euro im Jahr) – je nach Tarifvertrag oder Betriebsvereinbarung. Viele Arbeitgeber zahlen den vollen Betrag, auch wenn er nicht tariflich vorgeschrieben ist.

Zusätzlich gibt es die staatliche Arbeitnehmersparzulage: Bei einem zu versteuernden Einkommen bis ca. 40.000 Euro (Einzel) oder 80.000 Euro (Verheiratete) erhalten Sie 20 % auf den eingezahlten Betrag, maximal 80 Euro pro Jahr. Das Geld muss in einen VL-fähigen Vertrag fließen, z. B. Fonds- oder ETF-Sparplan.

Klassiker waren lange Bausparverträge, doch ETFs bieten langfristig deutlich höhere Renditechancen (historisch 7–10 % p.a. bei globalen Indizes wie MSCI World).

Vor- und Nachteile von VL-Sparen mit ETF im Überblick

Vorteile:

  • Kostenloses Geld vom Chef: Bis 480 €/Jahr extra, ohne eigenen Aufwand
  • Staatliche Förderung: Bis 80 € Zulage bei niedrigem Einkommen
  • Hohe Renditechance: ETFs auf Weltindizes wie MSCI World oder FTSE All-World haben langfristig Bausparen oder Festgeld geschlagen
  • Flexibilität nach Sperrfrist: Nach 7 Jahren (6 Jahre Einzahlung + 1 Jahr Ruhe) frei verfügbar oder weiterbespart
  • Breite Streuung: Geringes Risiko durch Diversifikation

Nachteile:

  • Sperrfrist: In der Regel 7 Jahre nicht verfügbar (Ausnahme bei manchen Anbietern)
  • Marktrisiko: Kursschwankungen möglich – keine Garantie wie bei Bausparen
  • Begrenzte ETF-Auswahl: Nur VL-fähige Fonds (ca. 600–750, je nach Anbieter)
  • Administrativer Aufwand: Vertrag abschließen, Arbeitgeber informieren
  • Keine Garantie auf Zuschuss: Im privaten Sektor oft freiwillig – fragen lohnt sich!

Trotz Risiken überwiegen für langfristige Anleger die Vorteile klar.

Welche Anbieter bieten VL mit ETFs an?

Nicht jeder Broker unterstützt VL-Sparen. Beliebte wie Trade Republic, Scalable Capital oder Consorsbank bieten zwar tolle ETF-Sparpläne, aber keine VL-Integration. Dennoch gibt es einige wenige mit einem solchen Angebot :

  1. Finvesto (Teil der HypoVereinsbank)
  2. Oskar
  3. Comdirect (Commerzbank-Tochter)
  4. Fidelity
  5. Ginmon (Robo-Advisor)

Diese Anbieter erlauben die monatliche Überweisung der VL direkt in VL-fähige ETF.

Detaillierter Vergleich der Anbieter

(Stand Dezember 2025)

AnbieterETF-Auswahl (VL-fähig)Kosten pro JahrSperrfristBesonderheiten
Finvesto~750 (größte Auswahl)10 € fix + 0,2 % Sparrate (Aktion bis 03/2026: oft 0 € Transaktion)7 JahreSehr günstig, viele nachhaltige ETFs, einfache App
Oskar~100–200KostenfreiKeineeinfacher Abschluss, automatisiert, ideal für Einsteiger
Comdirect~500–60012 € fix + 0,2 %7 JahreEtabliert, guter Service, aber Gebühren
Fidelity~300–400Niedrig (ca. 0–10 €)KeineInternationale Fonds stark, gute Research-Tools
GinmonAutomatisierte Portfolios (weniger individuelle ETFs)0,75 % p.a. auf Vermögen7 JahreRobo-Advisor, vollautomatisch diversifiziert

Finvesto punktet mit der breitesten ETF-Auswahl und aktuellen Aktionen – ideal für individuelle Welt-ETFs wie Amundi MSCI World oder Vanguard FTSE All-World.

Oskar ist perfekt für Faule: Keine Gebühren, keine Sperrfrist, schneller Online-Abschluss.

Comdirect bietet solide Bank-Sicherheit, aber höhere Kosten.

Fidelity glänzt bei globalen Fonds und entfällt die Sperrfrist.

Ginmon ist für diejenigen, die nicht selbst auswählen wollen – der Robo übernimmt alles, kostet aber laufend.

Vor- und Nachteile der Top-Anbieter im Detail

  • Finvesto: Vorteile: Größte Auswahl, günstig, staatliche Förderung voll nutzbar. Nachteile: Sperrfrist, etwas bürokratischer Abschluss.
  • Oskar: Vorteile: Kostenlos, flexibel (keine Sperre), schnell erledigt. Nachteile: Weniger ETFs, weniger individuelle Kontrolle.
  • Comdirect/Fidelity: Vorteile: Bekannte Marken, guter Support. Nachteile: Gebühren oder eingeschränkte Auswahl.

So starten Sie

  1. Prüfen Sie bei Ihrem Arbeitgeber, ob VL gezahlt werden
  2. Depot bei einem Anbieter eröffnen (online in 10–20 Minuten)
  3. Arbeitgeberbescheinigung ausfüllen lassen
  4. ETF wählen
  5. Lossparen

Fazit: VL mit ETFs – eine der besten Förderungen für Privatangestellte

VL-Sparen mit ETFs ist 2025 eine Top-Chance, kostenloses Geld renditestark zu vermehren. Besonders Finvesto und Oskar überzeugen im Vergleich. Lassen Sie die bis zu 560 Euro (Arbeitgeber + Staat) pro Jahr nicht liegen – langfristig kann daraus ein kleines Vermögen werden. Risiken gibt es, aber bei 7+ Jahren Anlagehorizont sind ETF eine gute Alternative.

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